Kirchensteuer

Fragen zur Kirchensteuer

Man unterscheidet zwischen Landeskirchensteuer und Ortskirchensteuer:Kirchensteuer Flyer

Landeskirchensteuer

Als Landeskirchensteuer werden erhoben:

  • ein Zuschlag von 9 % zur Einkommensteuer (Lohnsteuer).
    Die tatsächliche finanzielle Belastung reduziert sich jedoch um 30 bis 50 Prozent, weil die Kirchensteuer als Sonderausgabe bei der Einkommenssteuererklärung vom Einkommen abgesetzt werden kann.
  • ein besonderes Kirchgeld von Kirchensteuerpflichtigen, deren Ehegatte keiner steuerberechtigten Kirche angehört (Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe) nach Maßgabe der Kirchensteuerordnung für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Ortskirchensteuer

Die Ortskirchensteuer wird von den Kirchengemeinden als Zuschlag zu den Grundsteuermessbeträgen A erhoben. Diese Grundsteuermessbeträge A resultieren aus der Bewertung land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes (Eigentum). Die Grundsteuermessbeträge A werden vom Finanzamt festgesetzt.
Kirchgeld

Zusätzlich haben die Kirchengemeinden das Recht, von Ihren evangelischen Gemeindegliedern jährlich ein Kirchgeld zu erheben.

Im Kirchenkreis Melsungen bitten die Kirchengemeinden jährlich um einen Freiwilligen Gemeindebeitrag. Er ist ein wichtiger Baustein, um Projekte und die aktuelle Arbeit vor Ort zu ermöglichen. Wir sind dankbar für die gute Unterstützung, die ein schönes Zeichen der Verbundenheit der Menschen mit Ihrer Kirchengemeinde zeigt.

Verwirrung stifteten in den letzten Jahre Bescheide der Bankinstitute mit Hinweisen auf die Kirchensteuer auf Kapitalerträge. Hier wurde aber keine neue oder „erweiterte  Kirchensteuer“ eingeführt. Die Abgeltungssteuer ersetzt nur die bisherige Veranlagung der Einnahmen aus Kapitalerträgen bei der Einkommensteuer.Auch bisher ist bei solchen Erträgen Kirchensteuer bei der Einkommensteuerveranlagung angefallen. Sie betreffen allerdings nur sehr hohe Einnahmen durch Kapitalanlagen, da die Sparerfreibeträge von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete liegen. Einnahmen aus Kapitalerträgen innerhalb dieser Höchstbeträge werden  nicht besteuert.

Der Kirchenkreis Melsungen mit seinen Gemeinden ist dankbar für die Unterstützung durch seine Kirchenmitglieder!

Der Kirchensteuer liegt der Gedanke zugrunde, möglichst fair und gerecht die Beiträge der freiwilligen Kirchenmitgliedschaft zu ermitteln: verdienstabhängig. Da der Aufbau einer eigenen Verwaltung zur Ermittlung und zum Einzug dieser Beträge sehr umständlich und kostenintensiv wäre, kauft  die Kirche diese Dienstleistung gegen Bezahlung vom Staat ein. Das System der Kirchensteuer ermöglicht eine gute Planbarkeit der facettenreichen kirchlichen Arbeit – besonders im Hinblick auf die große Verantwortung, die Kirche als große Arbeitgeberin im sozialen Bereich, in den Gemeinden und Einrichtungen trägt.

Hier ein Link zu einem Informationsflyer der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Thema „Kirchensteuern“: