Recent news

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„Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.“

1.Johannesbrief 4,10

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„Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,  wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.“

 

Evangelisches Gesangbuch Lied 610,1

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Liebe: Zahnschmerz des Herzens.

 

Heinrich Heine (1797-1856)

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„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“

Lukas 19,10 – Wochenspruch nach dem heutigen 3. Sonntag nach Trinitatis

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„Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Matthäus 11,28 – Wochenspruch nach dem vergangenen 2. Sonntag nach Trinitatis

 

Kirche, Konfis und viel Sonne…

… waren unübersehbar beim Benefiz-Mannschaftslauf im Rahmen des Melsunger Heimatfestes am 9. Juni 2018.

Bei heißen Temperaturen traten 3 Mannschaften der evangelischen Kirchengemeinde Melsungen und die Konfirmandengruppe des Pfarrbezirkes IV (Pfr. Dr. Sadowski) zum Mannschaftslauf an, um gemeinsam eine Strecke von 4 km durch Melsungen zu laufen und ohne offizielle Zeitnahme Teamgeist und Freude an der gemeinsamen Sache zu zeigen. In der Zielgeraden wurden sie mit großem Applaus empfangen und von der Melsunger Turngemeinde, die den Lauf für das Heimatfest zum wiederholten Mal organisierte, mit kühlen Getränken versorgt. Anschließend erhielten alle eine Urkunde und nahmen an einer Verlosung teil.

Der Benefiz-Mannschaftslauf findet seit etlichen Jahren während des Heimatfestes zu Gunsten der „Stiftung kinder- und familienfreundliches Melsungen“ statt.

Jungschargottesdienst: Unser Garten soll erblühen

Familiengottesdienst mit der Jungschar

Am 3. Juni 2018 feierten die Jungscharen Kehrenbach und Kirchhof unter Leitung von Jugenddiakon Hans-Günter Späth und den Konfirmanden mit Pfarrer Dr. Sigurd Sadowski einen Jugend- und Familiengottesdienst in der Kirche in Kehrenbach. Unter dem Thema „Unser Garten soll erblühen“ stellten die Kinder und Jugendlichen auf dem Hintergrund des Gleichnisses vom vierfachen Acker Wachstum, Pflanzen und Ernten in unseren Gärten und in unserem Leben vor. Dabei bedachten sie auch all das, was das Wachstum beschwert und hindert. Danke für alles Vorbereiten und Mitfeiern.

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„Die Liebe ist die Mutter vieler Freuden.“

Antike römische Weisheit

Camerata Castellana in Neumorschen

Camerata Castellana

Musik der 1685er – zum 333. Jubiläum
Bach-Händel-Scarlatti-Dornel

Sonntag, 27. Mai, 17 Uhr, Wehrkirche Neumorschen
Eintritt frei – Spende erbeten

Mit leichtem Gepäck

In diesem Jahr fand der Himmelfahrtsgottesdienst der Ev Kirchengemeinde Melsungen wieder im Stadtwaldpark statt. Bei strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen kamen 350 Personen um im herrlichen Ambiente des Stadtwaldparkes auf dem Gelände der Firma B Braun Gottesdienst zu feiern.

Der Gottesdienst stand in diesem Jahr unter dem Motto „leichtes Gepäck“. Mit dem Himmelfahrtsfest, 40Tage nach Ostern, kehrt der auferstandene Jesus Christus wieder zu seinem Vater im Himmel zurück. Für Jesus und seine Jünger bedeutet das: Loslassen. In unserem Alltag sind wir mit vielen Dingen beschäftigt, die uns das Leben und den Glauben schwermachen können. 99% von unserem Gepäck sind unnötiger Ballast. Das Himmelfahrtsfest lädt uns dazu ein, die 99% Ballast abzuwerfen und hinter uns zu lassen und uns auf das 1 % zu konzentrieren was wichtig ist und unser Leben ausmacht und trägt. Deshalb können wir als Christinnen und Christen mit leichtem Gepäck durchs Leben gehen. Während des Gottesdienstes bekamen die Besucher daher einen Kofferanhänger mit der Aufschrift „leichtes Gepäck“.

Über 30 Bläser rund um Ruth Eckhardt haben den Gottesdienst musikalisch unterstützt und ihn zu einem musikalischen Ohrenschmaus gemacht. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ausreichend Zeit für ein gemütliches Beisammensein und die leckere Kartoffelsuppe.

 

Kirche im Radio

„Wer will´s von mir lernen?!“

Am frühen Pfingstmontag, 21. Mai,  gestaltet Dekan Norbert Mecke einen kurze dreiteiligen Radio-Impuls im Rahmen der

„hr1 Feiertagsgedanken“  – einfach ´mal reinhören: von 7.45 – 7.55 Uhr.

Weitere Verkündigungssendungen im hr im Monat Mai:

https://www.hr.de/unternehmen/portrait/religion-und-kirche,religion-und-kirche-100.html

 

Konfirmation 2018: Sein guter Geist wird euch leiten, getrost euren Weg zu gehen. Fürchtet euch nicht!

MIt der feierlichen Einsegnung am 22. April 2018 wurden die Konfirmanden Kehrenbachs aus dem kirchlichen Unterricht verabschiedet und von Pfarrer Dr. Sigurd Sadowski konfirmiert.

Es war eine intensive und erlebnisreiche Konfirmandenzeit, die die Kehrenbacher gemeinsam mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden des Pfarrbezirks IV aus Melsungen verbrachten.

Wir wünschen den Konfirmanden Gottes Segen auf Ihrem weiteren Lebensweg und sind gerne Eure Wegbegleiter.

 

(Bild: Gerhard Schmoll)

Eingeladen zum Leben und zur Tauferinnerung

Vor 5 Jahren wurden sie getauft und waren eingeladen, sich in einem speziellen Kindergottesdienst ihrer Taufe zu erinnern – die Kinder in unserer Kirchengemeinde.

Im Tauferinnerungsgottesdienst wurden Erwachsene und Kinder hineingekommen in die Geschichte vom Kämmerer aus Äthiopien. Die Kinder erinnerten sich in einem großen Kreis ihrer Taufe und erlebten eine Taufe im gut besuchten Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum.

Tatkräftig unterstützt wurden Jugendarbeiter Tobias Schopf und Pfarrer Dr. Sigurd Sadowski von den Kindergottesdienstteams und vielen Konfirmanden. Danke dafür!

Frauenkreise zu Besuch in der Kirschblüte

Die Frauenkreise aus Kirchhof und Kehrenbach haben am 26. April die Kirschregion im Werra-Meißer-Kreis besucht. Bei gemischtem Wetter steuerten sie Hundelshausen (bei Witzenhausen) an, in der der ehemalige Melsunger Vikar Dr. Christian Schäfer seit 1. November als Pfarrer wirkt. Nach einer herzlichen Begrüßung und kurzen Andacht in der großen Kirche durch Pfarrer Dr. Schäfer fuhren sie (leider bei strömendem Regen) mit einem Planwagen durch die Kirschplantagen nach Dohrenbach, dem 2. Wirkungsort Pfarrer Schäfers. Dort erwartete alle eine reich gedeckte Kaffeetafel. Zum Abschluss schauten sich die Reisenden die Dohrenbacher Kirche an und feierten mit Pfarrer Dr. Sadowski eine Abendandacht. In dieser erinnerte er an den Jahrestag der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986.

„Ich will dem Herrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.“ 50 Jahre Gemischter Chor Kehrenbach und 50 Jahre Dirigat durch Franz Purkart

Ein Jubiläum der besonderen Art konnte am 8. April 2018 in Kehrenbach begangen werden. Seit 50 Jahren erfreut der Gemischte Chor des FTSV 09 Kehrenbach die Menschen im Dorf und in der Region. Zugleich ist Franz Purkart seit dieser Zeit ihr Chorleiter und zudem der Dirigent des MGV Deutsche Eiche 1903 Günsterode sowie des Gemischten Chores der SG 09 Kirchhof.

In dieser Zeit langen Zeit haben die Sängerinnen und Sänger in ihren Dörfern durch Ihren Dienst Menschen in Freud und Leid begleitet und eine besondere Gemeinschaft gelebt. Nicht zuletzt waren und sind die Chöre häufig und gern gesehene Gäste in zahlreichen Gottesdiensten in Kirchhof, Günsterode und Kehrenbach.

Pfarrer Dr. Sigurd Sadowski dankte, auch in Namen von Pfarrer Andreas Bielefeldt und Pfarrer Peter Möller, den Sängerinnen und Sängern aus Kehrenbach und den Nachbardörfern für ihren jahrelangen und treuen Dienst, eben auch in den Kirchen und Gottesdiensten. Er verband seinen Dank mit Worten aus Psalm 104: „Ich will dem Herrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.“ Zudem überbrachte er die Grüße des Kirchenkreises Melsungen. Dekan Norbert Mecke und Bezirkskantor Christian Fraatz hatten für Franz Purkart eine besondere Dankesurkunde des Kirchenkreises Melsungen anfertigen lassen.

Predigt aktuell: Zweifel?!

Impuls von Dekan Norbert Mecke, März 2018:

Vom gar nicht so ungläubigen Thomas

Ein Miesepeter oder genauer: Miese-Thomas! Muss aus der Reihe tanzen!

„Wir haben den Herrn gesehen!“ – das ist die beglückende Erfahrung der Freunde von Jesus an Ostern.

Eine im Wortsinn wundervolle Erfahrung: Der Tod kann Jesus nicht halten. Er lebt! Er begeistert: mit seinem Heiligen Geist. Man liest das Johannesevangelium und denkt: „Happy end!“ Jetzt noch der Abspann und man kann das Buch zufrieden zuschlagen.

Doch dann klappt Thomas nach: Hatte bei den entscheidenden Osterereignissen wichtige andere Termine. Jetzt will er einen Nachschlag für Zuspät-Kommer. Den anderen glauben? Pah! Er will selbst mit seinem Finger den verwundeten Körper des auferstandenen Jesus berühren. Drunter macht er´s nicht, glaubt er´s nicht. Schmollmund und aus. Acht Tage lang legt er den Betrieb lahm, der Zweifler. Da half keine Überzeugungsarbeit, kein Argumentieren.

Aber wie gut, dass das nicht um der Harmonie willen ausgeblendet wurde. Das wäre vielleicht für den literarischen Spannungsbogen schön, aber nicht ehrlich gewesen. Jetzt ist es ganz schön ehrlich:

Thomas will´s wissen – genau wie Willi, Sabine oder ich – und zwar persönlich! Selbst beste Freunde können schließlich nicht für mich glauben. Wenn´s um mein Leben geht, will ich mit meinen Fingern ertasten, mit meinem Verstand bohren, mit meinem Herz überzeugt sein. Und ich stehe solange wie bestellt und nicht abgeholt im Wartezimmer bis ich selbst aufgerufen und hineingeholt werde – und hätten andere noch so heilsame Erfahrungen mit Christus gemacht. Das Johannesevangelium hält fest: Zweifel haben ihren Platz. Mehr noch: Zweifler sind samt ihren Fragen dem auferstandenen Jesus bekannt und wertvoll. Denn er kommt auf Extrabesuch bei Thomas. Durch fest verschlossene Türen tritt Jesus herein. Kein Zweifel kann ihn so aussperren, dass er nicht Zugang fände.

Er sieht, was man bei Thomas leicht übersehen kann. Dass der sich schon früh gefragt hatte, wohin der Weg von Jesus führt. Dass er mutig an seiner Seite blieb, als es für die Gefährten gefährlich wurde. Dass er kritisch untersucht, was nur haltloses Geschwätz ist und was gehaltvoll Halt gibt. Den will er begreifen. Und da ist die Sache mit dem Finger vielleicht die leichteste Übung. In Kopf und Herz will er ihn begreifen: den Christus. Ob er auch für ihn lebendig ist. Ob er es wirklich ist, der dem Leben zum Sieg verhilft.

Wie ungerecht, dass ausgerechnet er als „Ungläubiger Thomas“ in die Geschichte einging! Als sei Zweifel eine Vorstufe des Glaubens. Nein. Unser deutsches Wort hält so verständlich fest, dass man im Zwei-fel eben zwei Seiten in sich erlebt: Vertrauen wollen und nicht können. Überzeugungen wie Ausrufezeichen ersehnen, aber mit vielen Fragezeichen Achterbahn fahren. Anstrengend! Einfältigkeit ist leichter. Gleichgültigkeit ist leichter. Beides hätte Thomas schon nach ein paar Minuten haben können und Ruhe wäre gewesen. Aber was für eine? Was ist das für eine Gemeinschaft, die nicht aushält, wenn´s bei einem rumort? Was wäre das für eine innere Ruhe, die auf vermiedener Auseinandersetzung beruht? Eine denkfaule ohne Tiefgang. Eine, bei der man sich selbst nicht ernst nähme. Und damit eine unchristliche. Denn Christus kommt und nimmt Thomas und alle Fragenden sehr ernst. Dafür setzt er seine Vitalität ein. Ruhig höre ich ihn durch den Bericht von Thomas auch zu mir sagen: „Der Nächste bitte!“ Und ich darf eintreten. Mit Zweifeln. Mit Glauben, der nicht erst im Vorzimmer auf Idealgewicht geprüft wird.

Und dann? Es scheint, Thomas hat gar nicht mehr den Finger in die Wunden gelegt. Er erlebt: Mit ganzer Hingabe und Leidenschaft, mit Passion, geht ihm Jesus nach. Das zeichnet sich am Kreuz ab und den Auferstanden aus.

Nein, Thomas tanzt nicht aus der Reihe. Er tanzt vor, dass im Glauben an Christus selbst zögerliche Schritte Teil der Choreographie Gottes sind. Sind! Nicht erst „werden könnten“. Auch wer sich mit seinem Zweifel aus dem Takt gekommen fühlt oder sich und anderen manchmal mit seinem Zögern, Zaudern und Zagen auf den Füßen steht, hört vom Herrn ein freundliches: „Darf ich bitten!“ Und staunt dann vielleicht schneller als er´s selbst glauben kann mit Thomas: „Mein Herr und mein Gott!“

Und das soll ein Artikel voll zweifelloser Überzeugungskraft sein? Nein, das Argumentieren hat sicher auch seinen Ort. An Thomas aber lerne ich: Was die Jünger mit Überzeugungskunst in acht Tagen nicht geschafft haben, vermögen auch keine paarmal acht Zeilen. Das „Happy end“ bewirkt ein anderer. Bei Thomas. Bei mir. Bei Ihnen. Tritt ein durch Türen, die nicht einfach durch ein paar Schlüsselwörter geöffnet werden können, und sagt: „Friede sei mit Dir!“. Sagt´s und bewirkt´s. Vielleicht sogar besonders gut, wo wir zwiegespalten und unschlüssig sind.

Johannes stellt uns kurz vor Toresschluss Thomas vor und zeigt: Das Evangelium wird nicht eher zugeklappt bis ernsthaft Fragende zu Herzen gehende Antworten bekommen. Gott sei Dank!

Dekan Norbert Mecke (in der Bibel findet man den Bericht rund um Thomas in Johannes 20)

Der Beitrag ist erscheinen in: „Blick in die Kirche“, Beiheft der Ev. Landeskirche von Kurhessen-Waldeck zu den Tageszeitungen, März 2018.

Begegnungen mit Jesus

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Melsungen war vom 9.-11. März zu seiner jährlichen Freizeit unterwegs. Diesmal war das Ziel Elbenberg bei Naumburg.

Inhaltlich ging es an diesem Wochenende um die Begegnung mit der Person Jesu aus unterschiedlichen Perspektiven. Am Freitagabend berichteten die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher zunächst von ihren persönlichen Jesusbildern. Am folgenden Tag führte Prof. Klumbies, der Biblische Theologie an der Uni Kassel lehrt, in die verschiedenen Jesusdarstellungen der Evangelien ein. Am Sonntag dann ermöglichte ein Bibliolog noch einmal einen ganz anderen Zugang zur Verklärungserzählung aus dem Markusevangelium. Abschließend feierte der Kirchenvorstand mit der Gemeinde in Elbenberg einen schönen Gottesdienst, in dem das EGplus in der Gemeinde eingeführt wurde und der sich passenderweise im Aufbau an dem Leben und Wirken Jesu orientierte.

Bereits zum fünften Mal begleitete Prof. Paul-Gerhard Klumbies eine Kirchenvorstandsfreizeit. Und wenn man nach den Rückmeldungen der Teilnehmenden geht, wird das wohl auch nicht die letzte gewesen sein. Denn die konzentrierte Beschäftigung mit einem theologischen Thema wurde wieder als sehr bereichernd und belebend empfunden. Ganzen herzlichen Dank dafür!

Mehr Feiertage?!

Mehr Feiertage!?

Noch ein Feiertag gefällig!? Schleswig-Holstein hat´s vorgemacht. Dort hat man künftig an jedem Reformationstag frei.

Oder genauer: Freiraum zum Nachgedenken über Luthers Wiederentdeckung, dass Gott Vertrauen freisetzt. Andere hätten gerne jeden 18. März frei: Ein gleichnamiges Aktionsbündnis fordert seit Jahrzehnten, dass die Märzrevolution 1848 als wichtiger erster Schritt in Richtung deutscher Demokratie und Pressefreiheit wiederkehrend bedacht sein soll.

Einen weiteren Feiertag? „Können wir uns wirtschaftlich nicht leisten!“, sagen die einen. „Her damit!“, rufen andere: Weil der 31. Oktober tatsächlich ein geistesgeschichtlich wirksames Datum ist, eine freiheitliche Ordnung ein bedenkenswertes Gut darstellt oder „relaxen“ eben einfach guttut.

Stimmt! Aber Feiertage sollten vor allem erinnern, wo wir herkommen und was für uns Bedeutung hat.

Deshalb ist es erstmal wichtig, die Feiertage, die wir haben, wahrzunehmen und zu leben.

Karfreitag zu Beispiel: Da liebt einer leidenschaftlich und hält an mir fest, koste es, was es wolle. Es ist manchmal ein Kreuz mit uns für Gott, aber er erträgt uns. Und wie!

Pfingsten fragt, aus welchem Geist wir eigentlich leben und was uns inspiriert.

Und Ostern: Da feiern wir, dass das Leben weiterreicht als wir hier sehen können. Gott kann aus der schlimmsten Tiefe heraus Himmlisches eröffnen: für Jesus damals – und heute für die, die sich an ihn halten. Darauf können wir vertrauen! Was für ein Fest! Feiern wir´s! Dass wir frei haben, sind und bleiben – sogar über den Tod hinaus.

Ein Mehr an Feiertagen? Das beantwortet nicht der Blick in Kalender und auf Umsatzzahlen, sondern die Überzeugung, was uns wichtig ist und was für kommende Generationen wichtig bleiben soll. Feiertage sind ein Statement: worauf wir im Leben und Zusammenleben setzen. Beim „Mehr“ kommt es nicht auf die Quantität an, sondern auf die Qualität, mit der wir sie füllen und leben.

Ja, nach den tollen Erfahrungen der letzten Jahre spricht für mich Vieles für einen dauerhaften Reformationsfeiertag.

Vor allem aber wünsche ich mir, dass uns die Feiertage, die schon jetzt greifbar vor uns liegen, mehr zu Herzen gehen.

Norbert Mecke ist Dekan des Ev. Kirchenkreises Melsungen

 


Glockenjubiläum

Weihnachten 1972 hat die evangelische Kirche im Spangenberger Stadtteil Bergheim zwei neue Glocken erhalten. Das Geläut kostete 12.000 D-Mark war am vierten Advent feierlich geweiht worden. 4000 D-Mark wurden gespendet.

Für die Menschen im Spangenberger Stadtteil Bergheim war Weihnachten 1972 ein Fest ganz besonderer Freude. Erstmals erklangen die zwei neuen Bronzeglocken der evangelischen Kirche, die am vierten Advent von Dekan Friedrich Seitz und Pfarrer Johannes Kühn feierlich geweiht worden waren. Beim Weihnachtsgottesdienst erinnert Pfarrerin Ilona Grenzebach an das erste Läuten vor genau 45 Jahren.

Eineinhalb Jahre hatten die Men-schen im Bergdorf oberhalb des Pfieffetales auf den Glockenklang verzichten müssen. Zur Konfirmation 1971, so erinnert sich Zeitzeugin Ingeborg Lichau, waren die alten Stahlglocken zum letzten Mal zu hören. Sie waren 1921 von Schilling & Lattermann in Apolda und Morgenröthe in den Tönen a und d gegossen worden.

Eisenhartguss nannte man kurz nach dem Ersten Weltkrieg dieses Material – Bronze gab es nicht. Aus Sicherheitsgründen hatte ein Glockensachverständiger der Landes-kirche die Klangkörper stillgelegt. In einem Gutachten sprach er von einem gefährlichen Zustand: Starker Rostfraß war die Ursache. Sobald die Glocken in Schwingung versetzt würden, könnten sich Ei-sensplitter lösen und Menschen gefährden.

In einer Gemeindeversammlung im Oktober 1972 rief Dekan Seitz die Bürger Bergheims auf, eine Aktion zur Beschaffung neuer Glocken zu starten: „Zum Christfest müssen die Glocken in Bergheim wieder läuten.“

In den Schlagtönen b und c wurden die Glocken bei Petit & Gebrüder Edelbrock im westfälischen Gescher gegossen.

Ingeborg Lichau kann sich noch gut an den Tag erinnern, als die neuen Glocken am Brunnen bei Familie Riemenschneider empfangen und dann von den Menschen zur Kirche begleitet worden. „Es war ein besonderes, feierliches Ereignis“, sagt die 75-Jährige, die Weihnachten ihren letzten Dienst als Küsterin hat – siehe weiteren Bericht.

„Wir waren alle froh, dass wir wieder Glocken hatten, mussten wir doch eineinhalb Jahre auf der vertrauten Klang verzichten“, erinnert sich Ingeborg Lichau an Weihnachten 1972. Und es war ein ganz anderer Klang, viel schöner und weicher als der der Stahlglocken.

„Das Weihnachtsläuten ist ein besonderes Läuten, weil damit Vo-freude und die Freude der Ankunft verbunden ist“, sagt Pfarrerin Ilona Grenzebach. Das Weihnachtsgeläut ist für sie auch ein Stück Hoffnung darauf, „dass der Frieden in die Welt hinein kommt“. Grenzebach: „Es läutet, um uns daran zu erinnern, uns auf den Weg zu machen zum Frieden in der Welt.“ Auch deshalb, erläutert sie, würden Kinder schon im Kleinkinder-Gottesdient mit der Bedeutung der Glocken vertraut gemacht.

12.000 D-Mark haben die neuen Bergheimer Glocken gekostet. 4000 Mark wurden gesammelt, 2000 D-Mark gab die Landeskirche. 2000 Mark wurden aus dem Haushalt der Kirchengemeinde genommen. „Damit sind unsere letzten finanziellen Reserven da-hin“, sagte Pfarrer Johannes Kühn damals. 1500 Mark gab die Stadt Spangenberg dazu, und der Rest musste durch ein Darlehen finanziert werden. Bei der Glockenweihe erklärte Dekan Friedrich Seitz, der Kirchenkreis Melsungen werde Bergheim noch „helfend unter die Arme greifen“.

Von Manfred Schaake

Stifte machen Mädchen stark

Die evangelischen Kirchengemeinden Alt- und Neumorschen machen mit bei der Aktion des Weltgebetstages.

Durch das Recycling von Stiften unterstützt der Weltgebetstag ein Team aus LehrerInnen und PsychologInnen, das 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglicht. Denn zum Stark-werden braucht es Bildung! Für 450 Stifte können wir zum Beispiel ein Mädchen mit Schulmaterial ausstatten und so eine Tür für eine bessere Zukunft öffnen.

Sammelboxen stehen in den Kirchen und bei Edeka in Altmorschen

Tag der offenen Tür und Flohmarkt

Am Samstag, 20. Januar, öffnete der neue Kindergarten Kutschengraben für alle Interessierte die Türen. Außerdem fand in den Räumen des alten Kindergartens ein Flohmarkt statt, bei dem ausrangierte Gegenstände aus dem Kindergarten gekauft werden konnten. Der Erlös kommt dem Kindergarten zu Gute.

Kindergartenleiterin Sarah Hildebrand und Pfarrerin Elisabeth Barth freuten sich über die große Zahl an Besucherinnen und Besuchern, die gerne einen Blick in das neue Kindergartengebäude werfen wollten.