Ev. Kirchengemeinden Altmorschen

Eubach und Heina

DSC_0001   Eubach      DSCN8031   Heina

                                      Außenansicht Klosterkirche

Klosterkirche Altmorschen

Kirchen

Die Klosterkirche ist täglich geöffnet zwischen 9 und 18 Uhr. In dieser Zeit sind Sie herzlich eingeladen zur Besichtigung, Stille und persönlichen Besinnung.

www.kloster-haydau.de

Das Kloster wurde im Jahre 1234/5 gegründet als Sühneleistung Hermann von Treffurts. Dafür gab es folgenden Grund:  Hermann hatte im Jahre 1232 gemeinsam mit Konrads von Thüringen, dem Schwager von Elisabeth von Thüringen (1207-1235), Fritzlar belagert, konnte die Stadt aber nicht einnehmen. Als die Belagerer sich zurückzogen, „liefen die gemeynen wybere (Weiber) uff die mure (Mauer) in der  stad und hingen ire nackeden arsse uwer die czynnen…“ Darüber ergrimmten die beiden so sehr, dass sie wutentbrannt umkehrten und Fritzlar stürmten und auch den Petersdom in Brandt setzten. Als Wiedergutmachung schenkte Hermann den Nonnen des Zisterzienserinnenordens dieses Land.

Da die Nonnen unmittelbar nach Ankunft im Jahre 1235 mit ihren Gebetszeiten anfangen mussten ist anzunehmen, dass hier bereits ein kleines Kirchlein stand. Ende des 13. Jahrhundert war das gotische Hallenschiff fertig. Die Kirche ist der Heiligen Maria, der Patronin des Ordens,  geweiht worden. Ein Schlussstein oberhalb der Brüstung der Empore zeigt als Zeichen dafür die (ehemals weiße ?) Lilie. Sie gilt als Symbol der Reinheit und Schönheit.

Gemäß der Benediktinerregel  lebten die Nonnen des Zisterzienserordens  hier schlicht und asketisch. So ist das Innere dieser Kirche ohne Kunstwerke und Malereien.  Lediglich die Schlusssteine und die Kragsteine (unterste Steine am Kreuzgewölbe) im vorderen Bereich des Chorraumes sind hauptsächlich mit Weinlaub verziert. In einem Bogen zur Klosterseite hin befand sich auf 12 Uhr ein Engel.

Messen vor dem Altar konnten die Nonnen nur feiern, wenn ein Abt oder ein männlic
her Geistlicher im Hause war (das Kloster unterstand dem Erzpriester in Braach, Altmorschen hatte nur einen Pleban, einen Geistlichen niederen Stands). 7 mal täglich und einmal nachts versammelten sich die Nonnen auf der Nonnenempore zu Gebet und Lobgesang.

Im Jahre 1493 erfolgt eine Visitation durch den Abt des Klosters Walkenried. Was er vorfindet, muss ihn zu sofortigem Handeln veranlasst haben: Wegen des sittlichen Verfalls werden die Nonnen auf andere Klöster verteilt, Nonnen aus dem Kloster Kentrup (Mark/ Westfalen) kommen in das Kloster Haydau.

1517 bemüht Äbtissin Elisabeth vom Rheine das Ablass-Institut zur  Linderung der finanziellen Sorgen des Klosters. Mit einem Ablassbrief wurde der arme Sünder je nach Höhe der Summe eine entsprechende Zeit vor dem Fegefeuer bewahrt. Mit dem eingenommenen Geld wurden Kelche und Altartücher sowie die Kerzen zum ewigen Licht gekauft. Von letzterem brannten im Chorraum der Kirche 5 Ampeln (siehe dort die heutigen 5 Lichter).

Am 24. April 1525 dringen aufständische Bauern  unter Gewaltanwendung in das Kloster ein. Möglicher Weise wurde dabei auch eine Steinfigur (Engel) an einem der Steinbögen zum Kloster hin abgeschlagen.

1527 wurde das Kloster Haydau im Zuge der Reformation aufgelöst. Der erste protestantische Pfarrer von Morschen hieß Martin Bengel. Martin Luther selbst war nie in Morschen gewesen. Er zog aber  am 28.September 1529 von Waldkappel über Bischofferode – Spangenberg – Adelshausen  an die Fulda, um am Gut Fahre überzusetzen. Er befand sich auf dem Weg nach Marburg, zu den Religionsgesprächen vor allem mit dem Schweizer Reformator Ullrich Zwingli.

1616-1619 baute Moritz der Gelehrte , Landgraf zu Hessen, Haydau um zu einem Lustschloss und zur Nebenresidenz. In jener Zeit sind  links und rechts Emporen gebaut worden, sogenannte „Bohrleuben“. Im Mauerwerk lässt sich durch einen schmalen Absatz erahnen,  wie weit diese Emporen in das Kirchenschiff hineinragte.

Das Fenster im Chorraum war vermutlich Jahrhunderte lang schlichte Bleiverglasung. Als 1875 das Klostergelände als Domäne an die seit 1866 in Hessen regierende preußische Regierung ging, stiftete ein Domänenpächter namens Pestalozzi, (man spricht, er sei mit dem Pädagogen Pestalozzi verwandt) das nunmehr im Chorraum vorhandene  Fenster. Eigentlich passt  dieses Fenster nicht zu dem schlichten zisterzienserischen Stil.  Aber bereits die eingezogenen Emporen hatten mit der zisterzienserischen Baukunst gebrochen.

Die Ornamentik der Fenster erinnert zum Einen mit den Weinblättern an den WeinaP4220114nbau durch die Zisterzienserinnen im Ort (am Frauenberg). Im oberen Teil des Fensters ist vermutlich die Welt dargestellt, die unter der Herrschaft des Kreuzes gesehen wird. Beides in Verbindung ist eine Anspielung auf das Jesus Wort aus Johannes 15, 5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

 Anfang der 60er Jahre werden die seitlichen Emporen in der Kirche abgebaut und somit die Kirche annähernd in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt. Stand die Kanzel vorher unterhalb des bunten Fensters im Chorraum, wurde diese Kanzel  abgebaut und dorthin gesetzt, wo heute der Taufstein steht. Dieser war bis vor der Renovierung Bestandteil des Altars. Der Eingang wird nach hinten verlegt, der vordere Eingang wird zugemauert.

1977 wurde eine neue Orgel eingeweiht für über  155.000 DM. Die Orgel wurde gebaut von der Firma Noeske, Rotenburg/F.

Bei einer weiteren Renovierung im Jahr 1983  wird die Kanzel auf die Klosterseite umgesetzt. Die alte Kanzel kam in die Friedhofshalle. Die Empore erhält eine Holzbrüstung, der Bereich unterhalb der Empore  wird mit einem Windfang aus Holz versehen.

Das Fenster im Chorraum wird nach einer anonymen Spende über 10.000 DM im Jahr 2003 restauriert und erhält für die gleiche Summe eine Schutzverglasung.

Dank zahlreicher Spenden aus der Bevölkerung erhält der Eingangsbereich im Jahr 2003 zwei neue Kirchenfenster, gestaltet durch die Künstlerin Margarethe Keith apostkarte2us Winzberg am Rhein.

Im Ausgangsbereich ist vor allem ein Fenster sichtbar: Hier ist das ursprüngliche Rautenmuster aufgenommen worden, verändert sich aber im oberen Drittel zu einem Netz.

Wird beim Betreten der Kirche das Fenster nur als Lichtquelle wahrgenommen, fällt beim Verlassen der Kirche unwillkürlich der Blick darauf. Die in das Fenster eingefügte Notenzeile enthält das dreifach gesungene Amen.
Für alle Fragen zur Anmietung von Räumlichkeiten des Klosters Haydau – mit Ausnahme der Klosterkirche – sowie für Führungen durch das Kloster Haydau (5,00 € pro Person, Dauer: ca. 1 ½ Stunden) wenden Sie sich bitte an das Hotel Kloster Haydau.

Kontakt/Anmeldung unter:

Hotel Kloster Haydau

In der Haydau 2

34326 Morschen

Tel.: 05664 / 93910-0

Email: Veranstaltungen@hotel-kloster-haydau.de

Weitere Informationen – auch zu Veranstaltungen im Kloster Haydau und zum Förderverein Kloster Haydau – finden Sie im Internet unter: www.kloster-haydau.de

 

 

Jahrhundertelang kamen die evangelischen Christen in Eubach zum Gottesdienst im Betsaal der alten Schule zusammen, die mitten im Dorf auf einer Anhöhe lag. Große Feierlichkeiten oder Konfirmationen wurden in Altmorschen in der Dorfkirche, später in der Klosterkirche gefeiert. Im Jahr 1842 erfolgte der Umzug der Dorfschule hinunter in die Dorfstraße. Wahrscheinlich war die alte Schule aus dem Jahr 1722 baufällig.

Nach ihrem Abriss wurde im Jahr 1866 an ihrer Stelle der Grundstein der im neugotischen Stil errichteten Dorfkirche gelegt. Die Jahreszahl rechts neben dem Eingang gibt davon Zeugnis.

Teile der Sandsteinquader stammen aus der Ruine der Schöne-waldskirche. Auch der Altar stammt aus jener Kirche im Schönewald.

Die Innenausstattung der Kirche ist schlicht und typisch für eine niederhessisch reformierte Kirche.

Die beiden Ich-bin-Worte Jesu – „Ich bin das Brot des Lebens“ (Joh. 6, 35) und „Ich bin der rechte Weinstock“ (Joh. 15, 5) – im Innern der Kirche verweisen auf den Grund unseres evangelischen Glaubens: Jesus Christus. Auch die Krone über dem Chorraum symbolisiert das Bekenntnis zu Jesus Christus, der allein König ist.

Ein wirklicher „Lichtblick“ ist das Buntglasfenster im Chorraum der Kirche. Wenn am Vormittag die Sonne hindurchscheint, wird ein farbenfrohes Lichtspiel im Innern der Kirche an die Wand gezeichnet. Auffallend ist die Dreizahl im Fenster – Verweis auf die Dreieinigkeit – Trinität – Gottes: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Auch die Farben lassen sich entsprechend zuordnen: grün für Gott Vater als den Schöpfer des Himmels und der Erde; gelb und weiß als die Farben des Lichtes für Jesus Christus,  den Sohn, der von sich selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh. 8, 12), und rot für den Heiligen Geist, der nach den Worten der Apostel-geschichte wie Feuer vom Himmel fiel (Apg. 2).

In den drei Kreisen mit den blauen Punkten ließen sich die Welt, die Kirche und wir selbst sehen – umgeben und eingehüllt von Gott. Eine zweite Deutung der drei Kreise bezieht sich auf den Himmel, die Erde und alles, was unter der Erde ist.

Auffällig ist auch das Deckengewölbe im Chorraum. Hier ist in dezenten Farben ein Sternenhimmel gezeichnet, in der Mitte, als Zentrum, ein großer Stern auf dem Schlussstein. Damit wird der Betrachter erinnert an das Bibelwort aus 4. Mose 24, 17: „Es wird ein Stern aufgehen aus Jakob.“ Natürlich denkt man beim Anblick des Sternenhimmels auch an den Stern von Bethlehem, der wiederum auf Christus verweist

Ein romantischer Flecken im Oberdorf ist die Ruine der alten Dorfkirche. Hier zeugt noch der Turm von der ersten Kirche Altmorschens. Die Kirche dürfte um 1200 erbaut worden sein. Es steht noch die untere Hälfte des romanischen Chorturms, deren Oberbau in Fachwerk 1839 entstand.  Das verfallene Schiff wurde 1817 niedergelegt. Wesentlich wurde die Kirche infolge eines Blitzes um 1637 zerstört; die Klosterkirche ersparte wohl einen Wiederaufbau in schwerer Zeit.

Die Glocke blieb erhalten, ebenso der runde Chorbogen zum Schiff mit Gesimsen und Basen in der Vermauerung. Im ehemaligen Chorraum befinden sich Maßwerkfenster und Gewölbe des 15. Jh. 1235 war hier Sitz der parochia Morsena mit der Kapelle „in der Heide“ als Filial. Eine Pyramideneiche erhebt sich im alten Kirchhof, auf dem Grabmale u. a. an die alte Oberförsterfamilie Bauer erinnernd, die Generationen von Forstbeamten nicht nur im Morschener fürstlichen Forst stellte.

Text: Waltari Bergmann- 1000 jähriges Morschen

Ansprechpartner Günter Görke Tel.: 05664/1782

 

Evangelisches Gemeindezentrum

2015 neu erbaut und am Pfingstsonntag 2016 feierlich eingeweiht, bietet es im Erdgeschoss Raum für die Tagespflege der Diakonie Fulda-Eder. Hier stehen pflegebedürftigen Menschen 15 Plätze zur Verfügung, die Betreuung kann wahrgenommen werden montags bis freitags von 8.00 bis 17.00 Uhr.

Nähere Informationen und Auskünfte siehe unter „Diakoniestation / Tagespflege“.

Im Obergeschoss hat in einem kleineren Teil der ambulante Pflegedienst der Diakoniestation Fulda-Eder, Team Morschen, seinen Stützpunkt.

Im größeren Teil des Obergeschosses sind neben dem Pfarrbüro die Räumlichkeiten der Ev. Kirchengemeinde untergebracht. Hier finden i.d.R. die Angebote und Veranstaltungen der Ev. Kirchengemeinde statt.

Das Dachgeschoss in Form eines Satteldachgeschosses dient dem Pfarrstelleninhaber als Pfarrwohnung.

Alle drei Ebenen sind über ein Treppenhaus und einen Fahrstuhl erreichbar.

Die Räumlichkeiten der Kirchengemeinde im Obergeschoss des Ev. Gemeindezentrums können für private Feiern und Veranstaltungen von Vereinen gemietet werden. Hier stehen ein großer Saal, der durch eine Schiebetür 1/3 zu 2/3 geteilt werden kann, eine Küche, Toiletten, ein großer Flur und eine Terrasse zur Verfügung.

Kontakt und Informationen:

Pfr. Helge Hofmann, Tel. 05664 / 238

Email: pfarramt.altmorschen@ekkw.de

Pfarrer

Pfarrer Helge Hofmann beantwortet gerne ihre Fragen rund um die Gemeinde.

 Helge HofmannHofmann

Kontakt

 

Pfarramt Altmorschen

Jägerpfad 10

34326 Morschen

Tel.: 05664/238

Email: pfarramt.altmorschen@ekkw.de

Freiwilliger Gemeindebeitrag evangelische Kirchengemeinde Altmorschen:

IBAN – DE84520604100002921103

Kirchenvorstand (Wahlperiode 2013 – 2019)

Altmorschen

Jutta Beneke, Günter Görke, Georg Hassenpflug, Ulrike Heckmann, Reiner Jaekel, Michael Krusche (stellv. Vorsitzender), Susanne Stoklasa, Kerstin Werner

Pfr. Helge Hofmann (Vorsitzender)

Eubach

Ursula Blackert, Anke Groh, Christina Groh-Hirschle, Andreas Konheiser, Doris Kühlborn (Vorsitzende), Marlies Wagner

Pfr. Helge Hofmann (stellv. Vorsitzender)

Heina

Bettina Bernhardt, Horst Bernhardt, Jutta Bernhardt, Doris Pippert,

Manfred Schulz, Karl-Heinrich Schönewald

Pfr. Helge Hofmann  (stellv. Vorsitzender)

Kirchenälteste

Walter Bernhardt, Altmorschen

Margot Neumann, Eubach

Edith Schulz, Eubach

Ilse Frommann, Heina

Küsterdienste

Unsere Küsterinnen und Küster beantworten Ihnen gerne alle Fragen zum Blumenschmuck bei Taufen und Trauungen und zum Läuten der Glocken bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen.

Marie-Luise Früchel

Tel. 05664 / 8214

Handy: 01520 / 8752995

Günter Görke

Tel.05664/ 1782

Email: guentergoerke@aol.com

Anke Groh

Tel. 05664 / 93 27 61

Email: anke.groh@web.de

Der Küsterdienst in Heina wird in der Regel von den Konfirmandinnen und Konfirmanden übernommen.

Konkrete Anfragen richten Sie bitte an:

Bettina Bernhardt

Tel. 05664 / 93 24 94

Email: s.b.bernhardt@web.de

Gottesdienste

Altmorschen

In der Regel feiert die Ev. Kirchengemeinde Altmorschen sonntags um 9.30 Uhr Gottesdienst in der Klosterkirche Haydau. Von ca. Mitte Januar bis Ende Februar werden die Gottesdienste im Rahmen der Winterkirche im Ev. Gemeindezentrum gefeiert.

 

 

 

 

Eine detailierte Übersicht über die Gottesdienste in den Kirchengemeinden Altmorschen, Eubach und Heina entnehmen Sie bitte dem Gottesdienstplan .

Eubach

Die Kirchengemeinde Eubach feiert in der Regel zweiwöchentlich im Wechsel mit der Kirchengemeinde Heina um 10.45 Uhr Gottesdienst.

Heina

Die Kirchengemeinde Heina feiert in der Regel zweiwöchentlich im Wechsel mit der Kirchengemeinde Eubach um 10.45 Uhr Gottesdienst.

Taufe

Nächste mögliche Taufsonntage in der Klosterkirche

-03.12.2017 in der Kirche

-28.01.2018 im ev. Gemeindezentrum

-18.02.2018 im ev. Gemeindezentrum

Bitte im Pfarramt Tel.238 anmelden

Angebote für Kinder

Spielkreis

Jeden 2. Mittwoch in den geraden Kalenderwochen von 15.30-17:00 Uhr  treffen sich Mütter oder Väter zum Singen, Spielen, Bewegen, Feiern, Erzählen uvm. mit  Kindern im Alter von 1-4 Jahren im ev. Gemeindezentrum.

 

 

Kontakt und Information:

Christine Peetz   Tel.: 05664/939285

Hanna Bierwirth  Tel.: 05664/4234483

Kids-Treff                    Ki(rchen)-Ki(ds)-Mo(rschen)

Ein Mal im Monat, freitags, sind Kinder im Alter von 8-12 Jahren von 16.00-17.30 Uhr herzlich eingeladen in das Ev. Gemeindezentrum zum Kids-Treff.

Auf dem Programm stehen Spiele, Unternehmungen, Bastelaktionen, Lieder und Musik, biblische Geschichten, Spaß und Gemeinschaft.

Die einzelnen Termine entnehmen Sie bitte der jeweils aktuellen Ausgabe des Gemeindebriefes .

Kontakt und Informationen:

Julia Wallstein Tel. 05664 / 2 36 06 68

Jennifer Mell   Tel.01732169239

Anke Groh      Tel. 05664/932761

Lebendiger Adventskalender

Die schöne, vorweihnachtliche Tradition des Lebendigen Adventskalenders wird alljährlich in Altmorschen vom TSV Altmorschen in Zusammenarbeit mit der Ev. Kirchengemeinde aufrechterhalten.

In der Regel öffnen sich an jedem zweiten Tag im Advent um 17.30 Uhr Türen, Fenster oder Garagentore in Vereinsheimen, Feuerwehrgerätehaus, Hotel und privaten Wohnungen und Häusern für ca. eine halbe Stunde.

Kinder, Eltern und Großeltern sind eingeladen, gemeinsam zu basteln, Geschichten zu hören, zu singen, zu spielen oder andere Dinge zu  erleben. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Angesprochen fühlen darf sich jeder, wir freuen uns über die Ausrichtung eines Türchens von Privatpersonen, Firmen, Geschäften, Kommune oder Vereinen.

Adventskalender 2017

Kontakt:

TSV Altmorschen, Arnt Maaßen, Tel. 05664 / 9 10 91

Ev. Pfarramt Altmorschen, Pfr. Helge Hofmann, Tel. 05664 / 238

Kindertagesstätte

Gabi Maurer, Leiterin

 

Adresse:

Ev. Kindertagesstätte Altmorschen

Paul-Frankfurth-Str. 33 b

34326 Morschen-Altmorschen

Tel. 05664 / 1238

Email: kiga-altmorschen@t-online.de

 

Ev. Kindertagesstätte Altmorschen

 

Die Ev. Kindertagesstätte wurde 1915 von der Ev. Frauenhilfe gegründet.

 

Wichtige Bausteine unserer Arbeit sind:

  • Religiöse Bildung

Durch unsere christliche Grundhaltung möchten wir, dass jedes Kind – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sprache und Religionszugehörigkeit – Liebe, Vertrauen und Hoffnung erfährt und sich so in der Gemeinschaft angenommen und wertgeschätzt fühlt.

 

  • Bindung und Eingewöhnung

Jedes Kind muss Sicherheit und Vertrauen zu seinen Eltern entwickeln. Diese Bindung ist die Grundlage von Bildungsprozessen. Sicher gebundene Kinder sind neugierig und entdeckungsfreudig. Sie möchten ihre Welt erforschen und erweitern. Die Bindung gibt dem Kind Sicherheit und ermöglicht es dem Kind, sich auf neue Bezugspersonen einzulassen. Voraussetzung dafür ist eine bewusste, sanfte und individuell gestaltete Eingewöhnungszeit. Wir arbeiten in der Eingewöhnungsphase in Anlehnung an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“.

 

  • Bildung und Lernen

Von Geburt an erschließt sich jedes Kind die Umwelt mit allen Sinnen. Durch Neugier, Wahrnehmung und Experimentierfreudig-keit erkunden Kinder immer wieder neue Erfahrungsbereiche.

Im kreativen Spiel und Gestalten entfaltet das Kind seine Persönlichkeit und eröffnet sich immer neue Möglichkeiten des Lernens. Selbständigkeit braucht  Vertrauen, Raum und Zeit und bei Bedarf Unterstützung durch Bezugspersonen. Selbsttätig Gelerntes gibt Sicherheit und Motivation zum, Weiterlernen.

 

  • Bewegung

Bewegung ist ein Urbedürfnis der Kinder und lebensnotwendig für ihre gesunde Entwicklung. Und sie macht Riesenspaß!

Vielfältige Bewegungserfahrungen im Kindesalter sind wichtige Grundlagen für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Auch für die Sprachentwicklung ist die Bewegung eine grundlegende Voraussetzung.

 

  • Sprache

Die Sprache ist für Kinder das wichtigste Instrument, damit sich sich mitteilen können. Die Sprache soll mit Freude und Spaß erlernt werden. Jedes Kind erlernt die Sprache unterschiedlich schnell und in seinem eigenen Tempo!

 

Weitere wichtige Pfeiler unserer Arbeit mit den Kindern sind:

  • Partizipation
  • Inklusion
  • Beobachtung und Dokumentation

 

Unser Angebot umfasst eine Krippengruppe für Kinder von 1-3 Jahren mit 10 Plätzen, zwei altersübergreifende Gruppen für Kinder von 2-5 Jahren mit jeweils 18 Plätzen und eine Regelgruppe für Kinder von 4-6 Jahren mit 20 Plätzen.

Unsere Öffnungszeiten: Montag-Freitag, 7.00-16.30 Uhr.

 

Eltern haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Betreuungsangeboten zu wählen.

 

Bei Interesse an einem Platz in der Ev. Kindertagesstätte Altmorschen freuen wir uns über Ihren Anruf oder einen Besuch von Ihnen in unserer Einrichtung.

 

Leitung und Kontakt:

Gabi Maurer,

Tel. 05664 / 1238

Email: kiga-altmorschen@t-online.de

 

Adresse:

Ev. Kindertagesstätte Altmorschen

Paul-Frankfurth-Str. 33 b

34326 Morschen-Altmorschen

Konfirmanden

Konfirmandenunterricht


Die Anmeldung zum neuen Konfirmandenkurs findet in der Regel im März statt, der Unterricht beginnt nach den Konfirmationen im Mai und dauert ein JahDSCN7973r.

Der Konfirmandenunterricht für die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Altmorschen, Eubach und Heina findet gemeinsam dienstags von 15.00-16.30 Uhr im Ev. Gemeindezentrum, Jägerpfad 10, statt. In den Schulferien findet kein Konfirmandenunterricht statt.

Kirchenmusik

Gospelchor:
dienstags, 19.00-20.15 Uhr

Ev. Gemeindezentrum, Jägerpfad 10

 

Leitung :

Kantorin Christhild Dietz-Zierenberg,

Tel. 0151 / 2356447

Email: christhild.dietz@gmx.de

Vorsitzende:

Britta Krusche,

Tel. 05664 / 1861

Email: britta-krusche@web.de

Kirchenchor:
dienstags, 20.15—21.30 Uhr

Ev. Gemeindezentrum, Jägerpfad 10

Leitung :

Kantorin Christhild Dietz-Zierenberg,

Tel. 0151 / 2356447

Email: christhild.dietz@gmx.de

Vorsitzende:

Britta Krusche,

Tel. 05664 / 1861

Email: britta-krusche@web.de

Organistendienst:

Kantorin Christhild Dietz-Zierenberg,

Tel. 0151 / 2356447

Email: christhild.dietz@gmx.de

 

Manfred Schmidt

Tel. 06623 / 9143951

 

 

 

Posaunenchor Binsförth/Heina:

Leitung:

Judith Quappen

Tel. 05664 / 9 39 39 33

Email: judith@quappen.com

 

Förderverein Kirchenmusik Morschen:

Vorsitzender:

Pfr. Bernd Knobel

Tel. 05664 / 8234

Email: pfarramtneu@morschen.de

Satzung des Fördervereins

Frauenhilfen

Altmorschen

Einmal im Monat jeweils donnerstags, 14.30 Uhr

In der Regel am 1. Donnerstag des Monats im Ev. Gemeindezentrum

 

Informationen:

Gaby Hassenpflug, Tel. 05664 / 1387

 

Eubach

zwischen November und Ostern jeden Mittwoch, 15.30 Uhr,

im Feuerwehrgerätehaus.

 

Informationen:

Margot Neumann, Tel. 05664/1466

Edith Schulz, Tel.05664/498002

 

Heina

zwischen Erntedank und Ostern 14-tägig jeweils donnerstags, 14.30 Uhr, reihum bei den Teilnehmerinnen

 

Informationen:

Gisela Ludwig, Tel. 05664/1879

Besuchsdienstkreis

In der Ev. Kirchengemeinde Altmorschen werden Seniorinnen und Senioren ab ihrem 80. Geburtstag von ehrenamtlichen Besuchsdienstmitarbeitenden oder von Pfarrer Hofmann besucht.

In  Eubach und Heina besucht  Pfarrer Hofmann Jubilare zu runden Geburtstagen ab 80.

Gerne gratulieren wir unseren älteren Gemeindemitgliedern auf diesem Wege zu ihrem Geburtstag.

 

Kontakt und Informationen:

Pfr. Helge Hofmann, Tel. 05664 / 238

Email: pfarramt.altmorschen@ekkw.de

Allianzgebetswoche

In der ersten Woche nach den Weihnachtsferien laden die Ev. Kirchengemeinde Altmorschen und die Ev. Chrischonagemeinde Heinebach gemeinsam ein zur Allianzgebetswoche im Ev. Gemeindezentrum, Jägerpfad 10, jeweils montags bis donnerstags um 19.30 Uhr.

Zum Abschluss feiern beide Gemeinde am darauf folgenden Sonntag um 18 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst in der Klosterkirche Haydau.

Weltgebetstag

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag findet in den beiden Kirchspielen Altmorschen und Neumorschen gemeinsam am ersten Freitag im März in der Evangelischen Kirche Neumorschen statt. Die Vorbereitungstreffen finden ab Januar wöchentlich statt.

 

Nähere Informationen:

Susanne Stoklasa

Tel.: 05664/ 9393963

Email: Susanne.Stoklasa@ekkw.de

 

Britta Krusche

Tel.: 05664/1861

Email: britta-krusche@web.de

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Diakoniestation und Tagespflege

Tagespflege Morschen http://www.tagespflege-morschen.de

Kontakt:Jutta Beneke 05664/ 932144

Tagespflege Morschen Terrasse
Tagespflege Morschen Terrasse

Druck

Team Morschen
Jägerpfad 10
34326 Morschen

http://www.diakoniestation-fulda-eder.de/

 Telefon: 05664-8530

Fax: 05664-8230

Mobil: 0151-62849457

 Email:diakoniestation.fulda.eder@ekkw.de

Veranstaltungen

Start Lebendiger Adventskalender
1. Dezember - 24. Dezember 2017, 17:30
Krippenspiele
24. Dezember
  • Allianzgebetswoche
  • Weltgebetstag am 1. Freitag im März
  • Gründonnerstag mit Tischabendmahl
  • Osternacht mit anschließendem Frühstück
  • Konfirmation am 2. Sonntag nach Ostern
  • Himmelfahrtsgottesdienst am Heimatblick
  • Wein- und Liederabend an einem Freitag im Juni oder Juli
  • Schulanfängergottesdienste am Dienstag für die Schulanfänger, freitags für 2.-4. Klasse
  • Erntedankfestgottesdienst zusammen mit der Baunataler Diakonie im Gewächshaus des Klostergartens
  • Am Reformationstag wird der Gottesdienst im Wechsel mit Neumorschen gefeiert.
  • Gottesdienst zum Martinstag mit der Kita
  • Volkstrauertag in der Friedhofshalle
  • Lebendiger Adventskalender
  • Adventsvesper am 2. Advent mit festlicher Chormusik

Rückblicke

Feierliche Gottesdienste zur Konfirmation

Am Sonntag, 30. April, feierten in der Klosterkirche Haydau in Altmorschen 9 Konfirmandinnen und Konfirmanden und in Eubach 2 Konfirmandinnen das Fest ihrer Konfirmation. Die feierlichen Gottesdienste wurden musikalisch von Fr. Dietz-Zierenberg an der Orgel und vom Gospelchor Morschen unter ihrer Leitung gestaltet.

Am Sonntag, 7. Mai, feierten drei junge Menschen in Heina ihre Konfirmation. Dort erhielt der Gottesdienst durch die musikalische Gestaltung des Posaunenchores Heina unter der Leitung von Fr. Quappen und von Hr. Muche an der Orgel seinen feierlichen Rahmen.

In den Konfirmationsgottesdiensten ging Pfr. Hofmann in seiner Predigt, ausgehend von dem Lied „Irgendwas bleibt“ von Silbermond, der Frage nach, was denn bleibt – jetzt, nach den Erfahrungen der Konfirmandenzeit und der Konfirmation. Mit Blick auf Hebräer 13,8: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ ermutigte er die Konfirmandinnen und Konfirmanden, an Gott als verlässlichem Halt und beständigem Begleiter in allem Wandel und aller Veränderung festzuhalten.

Im Anschluss an die Predigt wurde den jungen Menschen, spürbar durch die Handauflegung, der Segen Gottes zugesprochen.

 

Es wurden konfirmiert:

(hintere Reihe v.l.n.r.:)

Marie Büttner, Mailin Bernhardt (Heina), Leonie Nolte (Eubach), Jonas Ziegert, Henry Köthe (Heina), Alexander Fredrich, Gino Oglialoro, Charlotte Groh (Eubach), Isabell Keup, Henriette Pfaffenbach

(vordere Reihe v.l.n.r.:)

Selina Salzmann, Lea Hast, Louisa Bögge (Heina), Leonie Dittmann

In Eubach

Charlotte Groh, Leonie Nolte

In Heina

Mailin Bernhardt, Henry Köthe, Louisa Bögge

Bericht Begrüßung neue Konfis

Im Gottesdienst an Christi Himmelfahrt, 25. Mai 2017, den die Ev. Kirchengemeinden Altmorschen, Eubach und Heina gemeinsam am Heimatblick in Altmorschen gefeiert haben, wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden des neuen, gemeinsamen Konfirmandenkurses 2017/2018 der beiden Kirchspiele Altmorschen und Neumorschen herzlich begrüßt.

 

Nachdem die Konfirmandinnen und Konfirmanden am Morgen fleißig Bierzeltbänke auf den Anhänger geladen und dann am Heimatblick, der vorab von Mitgliedern des Hess. Waldeckschen Gebirgs- und Heimatvereins gepflegt und für den Gottesdienst hergerichtet wurde, abgeladen und aufgestellt hatten, wurde der Gottesdienst vom Bläserkreis Altmorschen feierlich eröffnet. Doch nicht nur die Bläser begleiteten den Gottesdienst musikalisch, sondern auch der Männergesangverein Altmorschen.

 

Nach namentlichem Aufruf und Vorstellung der „neuen“ Konfirmandinnen und Konfirmanden schenkten Mitglieder der Kirchenvorstände der drei Gemeinden ihnen als Willkommensgeschenk eine Bibel mit namentlicher Widmung. Im Anschluss daran hieß Fr. Stoklasa als Vertreterin der Kirchenvorstände die „Neuen“ herzlich willkommen. Ihre Worte zur Begrüßung hatte sie in die Form einer Stellenanzeige „verpackt“. Hier wurden Mitarbeitende zwecks Konfirmandenvorbereitung gesucht. Mitbringen sollten sie u.a. die Bereitschaft, neue Erfahrungen zu machen, Offenheit für besondere Gemeindeaktionen, Bereitschaft zur Teamarbeit und Kreativität. Im Gegenzug wird ihnen geboten u.a. geregelte Zeiten, eine 3-Tages-Reise, viele christliche Erfahrungen, ein angenehmes Arbeitsklima, einen zertifizierten Abschluss nach einem Jahr und eine feierliche Abschlussveranstaltung.

 

Auf die Stellenanzeige reagiert und beworben als Mitarbeitende zwecks Konfirmandenvorbereitung haben sich:

Lara Fuchs, Elisa Heinzerling, Merit Maaßen, Virginia Richter (Eubach), Anna-Lena Salzmann, Sarah Stahl, Lena-Sophie Stiel, Elisa Stiehl (Konnefeld), Nils Bartram (Wichte), Niklas Bernhardt (Heina), Jonas Gipper, Steven Grisse, Daniel Itler, Nikita Konrad, Mathis Peuster, Paul Steuber und David Stiehl (Konnefeld).

 

 

Nach dem sehr gut besuchten Gottesdienst im Grünen blieben noch viele Gottesdienstbesucherinnen und –besucher bei Bratwurst, Bier oder Cola an der Grillhütte des Hess. Waldeckschen Gebirgs- und Heimatvereins zusammen.

Mit der vom Arbeitskreis Ortsgeschichte Morschen präsentierten Ausstellung „Johann Sutel – der Reformator aus Altmorschen” ist der Nordflügel des Kreuzgangs im Kloster Haydau in Altmorschen erstmals zugänglich und ein Rundgang möglich. Es soll eine Dauerausstellung werden.

Von Manfred Schaake

Altmorschen. Die Kantorei Morschen unter Leitung von Kantorin Dietz-Zierenberg sang Stücke aus Luthers Zeiten, Pfarrer Helge Hofmann predigte über den armen Lazarus und es gab Wein aus einem Eimer wie zu Zeiten des evangelischen Theologen und Reformators Johann Sutel (1504-1575): Ihm zu Ehren präsentiert der Arbeitskreis Ortsgeschichte Morschen im Kloster Haydau die Ausstellung mit dem Titel „Johann Sutel – der Reformator aus Altmorschen”. Bei der feierlichen Eröffnung fühlten sich die vielen Besucher in die damalige Zeit zurückversetzt.

Die Überraschung: Sutel selbst erschien – Pfarrer Helge Hofmann stellte ihn dar. Und der Eimer mit Wein war nur einer von 18 Eimern, mit denen Sutel während seiner Zeit in Schweinfurt zusammen mit zehn Malter (regional unterschiedliches Maß für Getreide) Korn und Brennholz entlohnt wurde. Dazu bekam er 200 Gulden, während es in Göttingen nur 40 Gulden waren.

Diese einmalige Ausstellung sei dem „großartigen Engagement” eines Teams um Otto Wohlgemuth und Rainer Wittich zu verdanken, sagte der Vorsitzende des Förderkreises Kloster Haydau, Professor h.c. Dr. Ludwig Georg Braun. Was Luthers Thesen ausgelöst haben, war nach den Worten Brauns „das aufklärendste Prinzip des Selbstdenkens – das war damals revolutionär”. Sutel sei ein wichtiger Mit-Wegbereiter von Luthers Lehre gewesen.

„Zu Recht gilt Luther auch als einer der Wegbereiter der Aufklärung und der Demokratie, des mündigen Bürgers und der lebendigen Zivilgesellschaft”, sagte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau. Johann Sutel gehöre zu den wichtigen Reformatoren, die bei der Gründung und Ausformung der evangelischen Kirchen während der Reformation mitwirkten: „Die Ausstellung wird uns Sutel vertrauter machen.”

Dekan Norbert Mecke zitierte aus der Chronik über Sutel als erstem evangelischem Rekor der Melsunger Schule: Er habe wenig Ansehen gehabt und sei – so ein Zitat von ihm selbst – „etlicher Sachen wegen zurückgeschoben worden”. Dem Arbeitskreis Ortsgeschichte Morschen sei es zu verdanken, dass man Sutel ins Rampenlicht ziehe: „Vielleicht ein wenig lokale Wiedergutmachung?!” Mit der Ausstellung tauche man in die Reformationsgeschichte ein und man sei nun Teil dieser Geschichte.

„Ohne das vorbildliche Engagement vieler fleißiger Mitstreiter hätten wir diese Ausstellung nicht geschafft”, sagte Otto Wohlgemuth namens des Arbeitskreises Ortsgeschichte Morschen. Herzlichen Dank sagte er auch allen Spendern, besonders der Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises, der Herbert-Gießler-Stiftung und dem Hotel Kloster Haydau. Wohlgemuth hob die „bisher auch in der Landeskirche verkannte kirchengeschichtliche Bedeutung” Sutels hervor: „Wir in Morschen wollen Sutels Verdienste in Erinnerung rufen und seine kirchengeschichtliche Bedeutung im Kloster Haydau auf Dauer dokumentieren. Denn hier hat er seine Wurzeln.“

 

Die Präsentation „Johann Sutel – der Reformator aus Altmorschen” soll auf Wunsch der Arbeitskreises Ortsgeschichte Morschen eine Dauerausstellung und fester Bestandteil der Haydauer Klosterführungen werden. Für einen entsprechenden Beschluss will sich Bürgermeister Ingo Böhm einsetzen, sagte er auf HNA-Anfrage. Entscheiden müsse dies der Vorstand des Fördervereins Kloster Haydau. Der Förderverein hat das Kloster von der Gemeinde gepachtet. Ingo Böhm ist stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Erfreulich ist nach den Worten Böhm und vieler Besucher, dass der Kreuzgang nunmehr wieder ein richtiger Rundgang ist. Der Nordflügel, in dem die Ausstellung gezeigt wird, war bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. (m.s.) Kontakt: www.morschen-kloster-haydau.de

Endlich war es soweit: die letzte Tafel war errichtet, die Wegbeschilderung montiert und die Flyer gedruckt.

So konnte der Pilgerweg am Reformationstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde feierlich eröffnet werden.
Mehr als hundert Menschen aus ganz Morschen und der Region versammelt en sich an der ersten Station an der Klosterkirche. Nach einer kurzen Andacht, gemeinsamen Liedern und Gebeten sowie dem Dank an die Helfer und Unterstützer wurde ein Teilstück gemeinsam gepilgert. Dem vorangetragenen Pilgerkreuz folgend wurde an einigen Tafeln innegehalten, die Texte verlesen und sodann im Gespräch oder auf einem Teilstück sogar schweigend bedacht.
Rechtzeitig mit dem beginnenden Regen wurde dann im Ev.Gemeindezentrum
gemeinsam gegessen, bevor es dann zum Reformationsgottesdienst aller Mörscher Gemeinden wieder in die Klosterkirche ging. Rundum eine gelungene Veranstaltung, die Lust machte den Haydauer Pilgerweg auch einmal auf eigene Faust zu erkunden